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Verzeichnislistings (DirectoryStream/Stream) holen

In der Klasse Files finden sich vier Methoden (eine mehr unter Java 8), um zu einem gegebenen Verzeichnis alle Dateien und Unterverzeichnisse aufzulisten:

final class java.nio.file.Files

Die Rückgabe DirectoryStream<T> ist ein Closeable (und somit AutoCloseable) sowie Iterable<T>, und so unterscheidet sich die Möglichkeit zur Anfrage der Dateien im Ordner grundsätzlich von der Methode list(…) in der Klasse File, die immer alle Dateien in einem Feld auf einmal zurückliefert. Bei einem DirectoryStream wird Element für Element über den Iterator geholt; trotz des Namensanhangs „Stream“ ist der DirectoryStream kein Strom im Sinne von java.util.stream. Ein Stream<String> hingegen liefert die kompakte Methode list(Path), sie nutzt intern einen DirectoryStream.

try ( DirectoryStream<Path> files =
Files.newDirectoryStream( Paths.get( „c:/“ ) ) ) {
  for ( Path path : files )
    System.out.println( path.getFileName() );
}

Aus der Tatsache, dass die Dateien und Unterverzeichnisse nicht in einem Rutsch geholt werden, leitet sich die Konsequenz ab, dass der DirectoryStream/Stream<String> geschlossen werden muss, da nicht klar ist, ob der Benutzer wirklich alle Dateien abholt oder nach den ersten 10 Einträgen aufhört. Die Schnittstelle DirectoryStream erweitert die Schnittstelle Closeable (und die ist AutoCloseable, weshalb unser Beispiel ein try-mit-Ressourcen nutzt) und Stream implementiert AutoCloseable, daher ist es guter Stil, den DirectoryStream/Stream am Ende zu schließen, um blockierte Ressourcen freizugeben. try-mit-Ressourcen gibt immer etwaige Ressourcen frei, auch wenn es beim Ablaufen des Verzeichnisses zu einer Ausnahme kam.