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Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger. 
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1 Java ist auch eine Sprache
2 Imperative Sprachkonzepte
3 Klassen und Objekte
4 Der Umgang mit Zeichenketten
5 Eigene Klassen schreiben
6 Objektorientierte Beziehungsfragen
7 Ausnahmen müssen sein
8 Äußere.innere Klassen
9 Besondere Typen der Java SE
10 Generics<T>
11 Lambda-Ausdrücke und funktionale Programmierung
12 Architektur, Design und angewandte Objektorientierung
13 Komponenten, JavaBeans und Module
14 Die Klassenbibliothek
15 Einführung in die nebenläufige Programmierung
16 Einführung in Datenstrukturen und Algorithmen
17 Einführung in grafische Oberflächen
18 Einführung in Dateien und Datenströme
19 Einführung ins Datenbankmanagement mit JDBC
20 Einführung in <XML>
21 Testen mit JUnit
22 Bits und Bytes und Mathematisches
23 Die Werkzeuge des JDK
A Java SE-Paketübersicht
Stichwortverzeichnis


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Java ist auch eine Insel von Christian Ullenboom

Einführung, Ausbildung, Praxis
Buch: Java ist auch eine Insel


Java ist auch eine Insel

Pfeil 19 Einführung ins Datenbankmanagement mit JDBC
Pfeil 19.1 Relationale Datenbanken
Pfeil 19.1.1 Das relationale Modell
Pfeil 19.2 Datenbanken und Tools
Pfeil 19.2.1 HSQLDB
Pfeil 19.2.2 Eclipse Data Tools Platform (DTP) zum Durchschauen von Datenbanken
Pfeil 19.3 JDBC und Datenbanktreiber
Pfeil 19.4 Eine Beispielabfrage
Pfeil 19.4.1 Ein Client für die HSQLDB-Datenbank
Pfeil 19.5 Zum Weiterlesen
 

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19.2Datenbanken und Tools Zur vorigen ÜberschriftZur nächsten Überschrift

Vor dem Glück, eine Datenbank in Java ansprechen zu können, steht die Inbetriebnahme des Datenbanksystems (für dieses Kapitel ist das fast schon der schwierigste Teil). Nun gibt es eine große Anzahl von Datenbanken – manche sind frei und Open Source, manche sehr teuer –, sodass sich dieses Tutorial nur auf eine Datenbank beschränkt. Das Rennen macht in dieser Auflage die pure Java-Datenbank HSQLDB, die sehr leicht ohne Administratorrechte läuft und leistungsfähig genug ist. Da JDBC aber von Datenbanken abstrahiert, ist der Java-Programmcode natürlich auf jeder Datenbank lauffähig.

[»]Hinweis

Das JDK-Unterverzeichnis db, also etwa C:\Program Files\Java\jdk1.8.0\db, liefert die Datenbank Java DB (http://www.oracle.com/technetwork/java/javadb/overview/) mit aus. Sie basiert auf Apache Derby, dem früheren Cloudscape von IBM. Im bin-Verzeichnis von db befinden sich mehrere Tools. Ein Aufruf von startNetworkServer -p 60000 startet den Datenbankserver und lässt ihn auf Port 60000 hören. Mit dem interaktiven SQL-Kommandozeilentool ij lässt sich dann zur Datenbank verbinden oder wieder mit den Datenbanktools von NetBeans und Eclipse.

 

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19.2.1HSQLDB Zur vorigen ÜberschriftZur nächsten Überschrift

HSQLDB (http://hsqldb.org) ist ein pures Java-RDBMS unter der freien BSD-Lizenz. Die Datenbank lässt sich in zwei Modi fahren: als eingebettetes Datenbanksystem und als Netzwerkserver. Im Fall eines eingebauten Datenbanksystems ist lediglich die Treiberklasse zu laden und die Datenbank zu bestimmen, und schon geht’s los. Wir werden für die folgenden Beispiele diese Variante wählen.

Auf der Download-Seite http://sourceforge.net/projects/hsqldb/files von SourceForge befindet sich ein Archiv wie hsqldb-2.3.1.zip (ca. 7 MiB), das wir auspacken, zum Beispiel nach C:\Programme\hsqldb. Unter C:\Programme\hsqldb\bin befindet sich ein Skript runManager-Swing.bat, das ein kleines Datenbank-Frontend öffnet. Im folgenden Dialog Connect setzen wir

  1. den Typ auf HSQL Database Engine Standalone und

  2. die JDBC-URL auf jdbc:hsqldb:file:c:\TutegoDB (statt c:\TutegoDB einen anderen Pfad eintragen, wohin die Datenbank geschrieben werden soll; das Wurzelverzeichnis C:\ unter Windows kann in der Regel nicht beschrieben werden). Der Teil hinter file: gibt also den Pfad zu der Datenbank an, wobei der Pfad relativ oder absolut sein kann. Liegt die Datenbank im Eclipse-Workspace, kann später die absolute Angabe entfallen. Existiert die Datenbank nicht, wird sie unter dem angegebenen Pfad angelegt – das machen wir im ersten Schritt –, existiert sie, wird sie zum Bearbeiten geöffnet.

Verbindung aufbauen zur Datenbank

Abbildung 19.1Verbindung aufbauen zur Datenbank

Nach dem Beenden des Dialogs mit Ok fügt im Menü Options die Operation Insert Test Data einige Tabellen mit Dummy-Daten ein und führt ein SQL-SELECT aus, das uns den Inhalt der Customer-Tabelle zeigt. Beenden wir anschließend das Swing-Programm mit FileExit. Im Dateisystem hat der Manager jetzt eine .log-Datei angelegt – zu ihr gesellen sich später noch eine .script-Datei, eine .properties-Datei und eine .lck-Datei.

Für den Datenbankzugriff aus Java ist nur das Archiv hsqldb.jar aus dem lib-Verzeichnis von HSQLDB in den Klassenpfad aufzunehmen.

SQL-Kommandos absetzen und Resultate einsehen

Abbildung 19.2SQL-Kommandos absetzen und Resultate einsehen

 

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19.2.2Eclipse Data Tools Platform (DTP) zum Durchschauen von Datenbanken Zur vorigen ÜberschriftZur nächsten Überschrift

Es gibt fast genauso viele Tools zum Administrieren von Datenbanken wie Datenbanken selbst. NetBeans bringt ein Werkzeug zum Durchstöbern von Datenbanken mit, und für Eclipse gibt es die Data Tools Platform (DTP),[ 251 ](http://www.eclipse.org/datatools) die das Paket Eclipse IDE for Java EE Developers integriert – eine herkömmliche Eclipse-Installation kann dieses Plugin einfach nachinstallieren.

Es gibt für die Eclipse-Perspektive Database Development einige neue Ansichten. Eine ist Data Source Explorer, die sich auch durch WindowShow ViewOther…Data ManagementData Source Explorer für andere Perspektiven aktivieren lässt.

Beim Data Source Explorer wählen wir im Zweig Database Connections über das Kontextmenü den Eintrag New… So lässt sich eine neue Datenbankverbindung einrichten. Im folgenden Dialog wählen wir HSQLDB aus der Liste. Next bringt uns zu einem neuen Dialog. Rechts neben dem Auswahlfeld bei Drivers ist eine unscheinbare Schaltfläche mit einem Kreis und +-Symbol.

Nach dem Aktivieren öffnet sich ein weiterer Dialog mit dem Titel New Driver Definition. Aus der Liste wählen wir unter Database den HSQLB JDBC Driver aus und gehen auf den zweiten Reiter, auf Jar List. Mit Add JAR/Zip… kommt ein Auswahldialog, und wir navigieren zu hsqldb.jar.

Zurück im Dialog ist dann der HSQLDB JDBC Driver voreingestellt und mit der Treiberklasse org.hsqldb.jdbcDriver verbunden. Im ersten Reiter, General, tragen wir Folgendes ein:

  • Database: einen beliebigen Namen, der nur der Anzeige dient, etwa tutegoDB

  • Database location: den Ablageort für die angelegte Datenbank, etwa file:c:/TutegoDB

  • Unter User name tragen wir »sa« ein, Password kann leer bleiben.

Die JDBC-URL mit dem Präfix jdbc:hsqldb: wird automatisch zusammengesetzt.

Dialog mit Verbindungsdaten

Abbildung 19.3Dialog mit Verbindungsdaten

Mit Finish bestätigen wir den Dialog, und anschließend sollte der Klick auf die Schaltfläche Test Connection bezeugen, dass alles gut geht und es keine Probleme mit den Parametern gab. Finish schließt den Dialog, und nach einer erfolgreichen Verbindung sind in der Ansicht die Datenbank sowie ihre Schemas zu sehen.

Um eine SQL-Abfrage auszuführen, öffnen wir den Dialog unter FileNewOther…SQL DevelopmentSQL File, klicken auf Next und geben einen Dateinamen wie test für eine Skriptdatei an. Im unteren Bereich des Dialogs lässt sich direkt die Datenbank auswählen. Wählen wir für Database server type den Eintrag HSQLDB_1.8, für Connection profile name anschließend New HSQLDB und abschließend als Database name aus dem Auswahlmenü Public. Finish schließt den Dialog, legt eine Datei test.sqlpage an und öffnet diese in einem neuen Editor für SQL-Anweisungen. Tragen wir dort Folgendes ein: SELECT * FROM Customer.

Das Kontextmenü im SQL-Editor bietet Execute All. In der Ansicht SQL Results sind die Ergebnisse dann abzulesen.

[+]Tipp

Mit der rechten Maustaste lassen sich im Kontextmenü Edit in SQL Query Builder… die Abfragen auch etwas mehr grafisch visualisieren.

Wenn wir unsere Beispiele beendet haben, sollten wir im Data Source Explorer die Verbindung wieder schließen; dazu ist auf unserer Datenbank in der Ansicht Database Explorer im Kontextmenü Disconnect zu wählen.

[»]Hinweis

Wenn HSQLDB im Embedded-Modus arbeitet, sollte Eclipse neu gestartet werden, weil das Datenbanktool nicht zwingend die Verbindung korrekt schließt und sonst die folgenden Beispiele nicht funktionieren, da noch ein Datei-Lock vorhanden ist.

 


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