{"id":227,"date":"2009-02-05T22:49:00","date_gmt":"2009-02-05T22:49:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tutego.de\/blog\/javainsel\/?p=227"},"modified":"2009-02-05T22:49:00","modified_gmt":"2009-02-05T22:49:00","slug":"offtopic-kurzreisebericht-fur-2-monate-afrika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tutego.de\/blog\/javainsel\/2009\/02\/offtopic-kurzreisebericht-fur-2-monate-afrika\/","title":{"rendered":"Offtopic: Kurzreisebericht f\u00fcr 2 Monate Afrika"},"content":{"rendered":"<p><strong>Namibia<\/strong> <\/p>\n<p>Ein fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfig gro\u00dfes Land mit unter 2 Millionen Einwohnern sagt schon etwas \u00fcber die Verteilung aus. Die gr\u00f6\u00dfte Stadt <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Namibia\">Namibias<\/a> und gleichzeitig Hauptstadt ist <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Windhoek\">Windhoek<\/a> mit etwa 250.000 Einwohnern (im Kern!). Wird es dunkel, ist es leer auf den Stra\u00dfen und man denkt, eine B-Bombe h\u00e4tte alle Menschen ausgel\u00f6scht. Interessant finde ich in Namibia den <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Etosha-Nationalpark\"> Etosha Nationalpark<\/a>, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Swakopmund\"> Swakopmund<\/a>, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fish_River_Canyon\">Fish River Canyon<\/a> und die Steinzeichnungen. Wenn man Swakop mit den D\u00fcnen gesehen hat und mit dem Quad auch zwischen den D\u00fcnen unterwegs ist, kann man sich die D\u00fcnen bei <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sossusvlei\">Sossusvlei<\/a> vielleicht sparen; wenn man aber sowieso beim Canyon ist, wird man auf dem Weg nach Swakop dort vorbeikommen. Der Weg ist \u00fcberwiegend unbefestigt und beschwerlich. Auf der Skeleton-Coast habe ich nur ein Schiffswrack gesehen und die Vorstellung, dass alle paar Meter ein alter rostiger Dampfer liegt, ist falsch. Vor Swakop wird gerade ein Schiff geborgen. Schwimmen ist nur dann m\u00f6glich, wenn man keine Badewannentemperaturen erwartet, sondern sich auch bei Eiswasser wohlf\u00fchlt. L\u00fcderitz ist sch\u00f6n und erinnert an Deutschland in den 50er Jahren, aber auch Swakop besitzt viel deutsches Flair. Walvis Bay muss man nicht gesehen haben, wobei es dort ein nettes Restaurant aus Holzpf\u00e4hlen gibt. Oberhalb von Etoscha ist die Bev\u00f6lkerungsdichte h\u00f6her; aus dem Grund findet dort sehr konzentriert Wahlkampf statt, so dass Politiker andere St\u00e4dte eher vernachl\u00e4ssigen. <\/p>\n<p><strong>Botswana <\/strong><\/p>\n<p>Von Windhoek aus ist man schnell in Botswana, dort beginnt eine l\u00e4ngere Reise. Sie f\u00fchrte mich \u00fcber das <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Okavangodelta\">Okavango Delta<\/a> bis zu <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gaborone\">Gaborone<\/a>. Die Hauptstadt des relativ reichen Landes ist aufger\u00e4umt und ordentlich. Drei wichtige Shopping Malls markieren auch schon die Hauptsehensw\u00fcrdigkeiten. <a href=\"http:\/\/www.lonelyplanet.com\/\">Lonely Planet<\/a> setzt einen Club und ein Restaurant dort hin, aber beides ist der Bev\u00f6lkerung absolut unbekannt. <\/p>\n<p><strong>S\u00fcdafrika\/Swaziland\/Lesotho\/Mozambique<\/strong><\/p>\n<p>Der Weg von Gaborone nach S\u00fcdafrika ist kurz. Eine Karte von S\u00fcdafrika ist hilfreich, denn die DIN A5-Abbildung im Reisef\u00fchrer ist unzureichend klein. Anders als in Deutschland bekommt man Karten nicht an Tankstellen. Der Kommentar eines S\u00fcdafrikaners dazu: \u201eAfrika ist eben nicht Europa\u201c. <\/p>\n<p>Die St\u00e4dte S\u00fcdafrikas sind von extremen Gegens\u00e4tzen gepr\u00e4gt. Auf der einen Seite ungepflegte St\u00e4dte, die mehrheitlich von Schwarzen bewohnt werden und auf der anderen Seite die herausgeputzten Lebensr\u00e4ume der Wei\u00dfen. In <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Johannesburg\">Johannesburg<\/a> zeigen sich besondere Extreme. Das Zentrum ist von heruntergekommenen Geb\u00e4uden gepr\u00e4gt in denen mehrheitlich Schwarze leben, au\u00dferhalb liegen chice Geb\u00e4ude, die durch Z\u00e4une von der b\u00f6sen Au\u00dfenwelt abgeschirmt sind. Dieses Mal sind es nicht die Armen, die in den \u00e4u\u00dferen Stadtteilen wohnen, sondern die Reichen. Der Taxifahrer war ein totaler Idiot und wusste keine Adresse. Mit einem T\u00fcrken, der im gleichen Backpackers untergebracht war, wollten wir zu dem Jazz-Club Kippie\u2019s \u2013 laut LP eine absolute Institution \u2013 und er fand sie nicht. Nahe an Jo`burg liegt <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Soweto\">Soweto<\/a>, was noch einmal eine Nummer \u00e4rmer ist.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pretoria\">Pretoria<\/a>, die Hauptstadt S\u00fcdafrikas, liegt gleich neben Jo\u00b4burg und wirkt v\u00f6llig anders. Das Geb\u00e4ude der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Universit\u00e4t_von_S\u00fcdafrika\">Universit\u00e4t von S\u00fcdafrika<\/a> ist beeindruckend. Nach einer \u00dcbernachtung ging es nach <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Swaziland\">Swaziland<\/a>. Mit dem Minibus, die alle als abgenutzte Fahrzeuge aus China kommen, dann nach <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Maputo\">Maputo<\/a>\/Mozambique und am n\u00e4chsten Tag zur\u00fcck nach Swaziland und direkt wieder nach S\u00fcdafrika. <\/p>\n<p>Meine gedachte Route von S\u00fcdafrika nach Lesotho (von Osten nach Westen) war \u00fcber den Sani Pass, also \u00fcber den <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Drakensberg\">Drakensberg<\/a>. Die ersten Kilometer lie\u00dfen sich noch ganz gut fahren, aber dann wurde es eklig. Der Fahrer eines entgegenkommenden 4&#215;4-Autos empfahl mir, diesen Weg in meinem Nissan mit Frontantrieb nicht anzutreten. Also kehrte ich um und fuhr mehr oder weniger um Lesotho herum, um dann im S\u00fcden das Land zu betreten. Der Grenzposten \u00fcberraschte durch seine Einfachheit, und ein Typ mit schlabberigem T-Shirt stempelte den Pass. Von sch\u00f6n geteerten Stra\u00dfen ging es dann erst einmal ein paar Kilometer \u00fcber Schotterpiste. <\/p>\n<p>Von Lesotho fuhr ich wieder nach S\u00fcdafrika, nach <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Port_Elizabeth\">Port Elizabeth<\/a>. Ein (g\u00fcnstiges) Hotel war schwer zu finden. Am n\u00e4chsten&nbsp; Tag ging es \u00fcber die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Garden_Route\">Garden Route<\/a> nach Cape Town. Der Weg f\u00fchrte durch einige nette Orte wie <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mossel_Bay\">Mossel Bay<\/a>, ist aber nicht so zu verstehen, dass man unentwegt an der K\u00fcste f\u00e4hrt und eine tolle Aussicht genie\u00dft. Meistens ist es langweilig. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kapstadt\">Kapstadt<\/a> mit etwas \u00fcber 3 Millionen Einwohnern ist lebenslustig und der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tafelberg_(S\u00fcdafrika)\">Tafelberg<\/a> gibt ihr eine zus\u00e4tzliche Note. Auf den bekannten Aussichtspunkt kommt man entweder mit der Bahn \u2013 dann muss man 1 bis 2 Std. anstehen \u2013 oder zu Fu\u00df. Das dauert etwa genauso lange ist aber recht anstrengend. Ich bin nicht ganz nach oben gegangen, da die Wege kurz vor dem Ziel nicht mehr ordentlich markiert sind. Die Aussicht ist aber schon prima. Das Hotel war das Riz, was von der Lage gut an der Waterfront liegt. Von dort kann man nach <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Robben_Island\">Robben Island<\/a> (Nelson Mandelas Gef\u00e4ngnis), aber es ist naiv zu denken, dass man 5 Minuten sp\u00e4ter im Boot sitzt. Die Anzahl Touristen ist beschr\u00e4nkt und zu meinem Zeitpunkt war die Warteliste eine Woche. <\/p>\n<p><strong>Sambia\/Zimbabwe<\/strong><\/p>\n<p>Als ich aus Windhoek\/Namibia in Sambia eintreffe (die Fahrt geht von 18 Uhr abends bis 3 Uhr in der fr\u00fch), fallen mir drei Dinge auf: Menschen benutzen Fahrr\u00e4der, es ist deutlich gr\u00fcner (dass im Januar Regenzeit ist, f\u00e4llt immer wieder auf) und es lauern \u00fcberall Moskitos (und daf\u00fcr hat jede Unterkunft eine Moskitonetz). Der erste Stopp ist <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Livingstone_(Sambia)\">Livingstone<\/a>, der Ort, an dem man die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Victoriaf\u00e4lle\"> Victoria Falls<\/a> betrachten kann. Ich entscheide mich aber f\u00fcr den Wasserfall auf der Seite von Zimbabwe, da die Sicht viel beeindruckender ist. Von Sambias Seites aus sieht man nur einen kleinen Teil. Da ich nur ein Single-Entry Visum f\u00fcr Sambia bezahlt habe, musste ich noch einmal 50 USD f\u00fcr ein neues Visum ausgeben. F\u00fcr Zimbabwe zahlt man 30 USD (kommt aber immer auf die Laune der Beamten an) und 20 USD f\u00fcr den Eintritt. Die Plastikt\u00fcte f\u00fcr den Pass hat sich ausgezahlt, denn geht man entlang des Wasserfalls wird man von den gel\u00f6sten Wasserwolken unglaublich nass. Von Livingstone kommt man in 8 Std. mit dem Bus nach <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lusaka\">Lusaka<\/a>, der Hauptstadt. Au\u00dfer ein paar Malls gibt es hier nichts besonderes zu sehen. In einem Club wimmelte es von Prostituierten und als ich mit dem Taxifahrer dar\u00fcber sprach, brachte er eine interessante Analogie: \u201eTaxifahrer und Nutten haben eins gemeinsam: Beide verstehen etwas von PR.\u201c Da hat er wohl recht \u2026 <\/p>\n<p><strong>Malawi<\/strong> <\/p>\n<p>Von Lusaka\/Sambia wollte ich mit dem Bus nach <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lilongwe\">Lilongwe<\/a>\/Malawi. Direktverbindungen gibt es aber nicht jeden Tag. Also plante ich Etappen. Der erste Bus an den Rand von Sambia hatte 3 Std. Versp\u00e4tung und kam somit in der Nacht um 4 Uhr an. Das Warten auf die Abfahrt wurde durch fliegende H\u00e4ndler vers\u00fc\u00dft, die im Minutentakt in den engen Bus kamen und etwas verkaufen wollten: S\u00fc\u00dfigkeiten, Getr\u00e4nke, Schuhe und Spiegel. Als der Bus losfuhr, kam die Aufforderung, sich doch bitte mit dem Nachbarn zu unterhalten, der k\u00f6nne doch das Leben bereichern. Ein Hotel fand sich leicht f\u00fcr 10 Euro. Bis zur Grenze musste es ein Taxi sein, denn Busse gibt es nicht. Der Taxifahrer jammerte die ganze Zeit, warum Wei\u00dfe immer so brutal hart mit dem Preis verhandeln. Tja, warum wohl? <\/p>\n<p>Bis zur Grenze ging es schnell. Auf der anderen Seite muss man erst mit einem Taxi in die n\u00e4chste Stadt fahren und dann einen Minibus nach Lilongwe nehmen. Lilongwe ist eine schmuddelige Stadt, deren Reiz ich in den Tagen nicht erfahren konnte. Im Hotel traf ich mich mit einigen Amerikanern, die hier zusammen mit anderen Nationen das Land und auch die Nachbarl\u00e4nder auf&nbsp; Einladung der Regierungen bei politischen, sozialen und rechtlichen Fragen beraten. Der Club, in den wir gingen, spielte die ersten Stunden alle Kuschelrock-CDs \u2013 die Musikrichtung ist sehr beliebt, genauso wie auch Modern Talking immer noch der Renner ist. Sp\u00e4ter wurde es dann R&amp;B und ein paar junge Farbige machten sich \u00fcber unseren Tanzstil lustig. <\/p>\n<p>Von Lilongwe fuhr ich zu der Hauptsehensw\u00fcrdigkeit des Landes: Dem <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Malawisee\">Malawisee<\/a>. Das Hotel war direkt am S\u00fc\u00dfwassersee und auch das Essen des srilankischen Kochs scheint im ganzen Land bekannt. Auf dem Weg nach Tansania machte ich in <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mzuzu\">Mzuzu<\/a> halt. Nahe der Stadt ist ein Berg, zu dem der fr\u00fchere Pr\u00e4sident immer zum Lesen ging. Der Ort ist wirklich sch\u00f6n, doch leider sieht man von oben auch eines der gr\u00f6\u00dften Probleme des Landes: Die Rohdung des Waldes. <\/p>\n<p><strong>Tansania<\/strong> <\/p>\n<p>Mein eigentliches Ziel in Tansania ist Dar es Salaam. Da der Zug aber nur von Sambia heraus f\u00e4hrt \u2013 in Malawi gibt es keine \u00f6ffentlichen Z\u00fcge \u2013, fuhr ich morgens nach dem Bus-Gebet mit lauter Gospelmusik von Mzuzu nach Karonga. Vorbei ging es am Kaka-Hotel. (Kaka hei\u00dft einfach nur Bruder). In <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karonga\">Karonga<\/a> nahm ich ein Taxi, ging mit 50 USD \u00fcber die Grenze, lief 1 km bis zu den Minibussen und fuhr weiter nach <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mbeya\">Mbeya<\/a>. Nahe Mbeya gibt es eine Bahnstation. Mittlerweile ist die immer wieder von der Pleite bedrohten Bahn soweit, dass Z\u00fcge nur noch zweimal in der Woche nach Dar es Salaam fahren. Ich h\u00e4tte 2 Tage warten m\u00fcssen, und das war es mir nicht wert, da andere Touristen immer wieder von sehr langen Pannen (6 Stunden auf dem Gleis) berichteten. Zum anderen ist durch die Regenzeit die Tierbeobachtung im Nationalpark, den die Bahn mit 40 km\/h durchbummelt, wenig attraktiv. Also fuhr ich mit dem Bus. H\u00e4tte ich das vorher gewusst, w\u00e4re ich von Lilongwe direkt gefahren, denn Mbeya kann man sich wirklich sparen \u2013 wobei mir ein deutscher Lehrer die Berge empfohlen hat. Von Mbeya fahren viele Busse am Tag nach Dar es Salaam. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dar_es_Salaam\">Dar es Salaam<\/a>, die gr\u00f6\u00dfte Stadt Tansanias, ist mond\u00e4ner als die Hauptst\u00e4dte von Malawi und Sambia. Aufgrund der Meerlage gibt es auch einige kleine Str\u00e4nde. Zu viel Zeit habe ich in der Stadt aber nicht verbracht, da hier Partys selten sind und die Sehensw\u00fcrdigkeiten sich in Grenzen halten. Am Wichtigsten war das Ticket zur Insel <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sansibar\">Sansibar<\/a>. Ein Reisef\u00fchrer brachte mich auf die Idee, ein Resident-Ticket zu kaufen, was ich dann auch tat \u2013 es ist viel g\u00fcnstiger als ein Touristen-Ticket. Es fahren einmal die Schnellf\u00e4hre in 90 Minuten und eine normale F\u00e4hre, die 3 Stunden ben\u00f6tigt. Mit dem Ticket wurde ich nicht kontrolliert, aber es h\u00e4tte auch anders kommen k\u00f6nnen. Sansibar \u00fcberraschte mich mit unglaublichen Geb\u00e4uden im Stadtteil Stone Town. Auch Regen \u00fcberraschte mich am n\u00e4chsten Tag bei der Spice-Tour (nicht Spice-Girl-Tour!), bei dem es um die lokalen Gew\u00fcrze ging. Phantastisch. <\/p>\n<p><strong>Kenia<\/strong> <\/p>\n<p>Von Sansibar flog ich dann nach <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nairobi\">Nairobi<\/a>. Die Stadt begeisterte mich genauso wie die&nbsp; Freundlichkeit der Menschen. Ich dachte erst an einen Witz, als der Reisef\u00fchrer schrieb, die vielen M\u00e4nner w\u00fcrden Hemden und Anz\u00fcge \u2013 in der Freizeit! \u2013 tragen, doch es ist wahr. Kenianische M\u00e4nner sind sehr gut gekleidet. Die Frauen sind dezent angezogen und Minir\u00f6cke oder bauchfrei ist verp\u00f6nt. Schockierenderweise war ich gerade vor Ort, als ein schwerer Brand ein Kaufhaus zerst\u00f6rte. Dabei starben 30 Menschen. Da nur 2 Tage sp\u00e4ter \u00fcber 200 Menschen bei einer zweiten Brandkatastrophe starben, waren die Fahnenmasten, etwa in der Festung Fort Jesus in Mombasa, auf Halbmast gesetzt. Die Unf\u00e4lle markieren die schwersten Brandunf\u00e4lle in der nahen Geschichte und die Menschen sind frustriert \u00fcber die Rettungskr\u00e4fte und Unf\u00e4higkeit der Polizei. Im ersten Fall, dem Kaufhausbrand, musste ein Polizeiauto, das eigentlich Demonstranten mit Wasser verscheuchte, das L\u00f6schfahrzeug ersetzen. Der zweite Brand ereignete sich, als Menschen mit Dosen, Bechern und Eimern das Benzin eines liegengebliebenden Benzintanklasters&nbsp; aufsammeln wollten, doch eine Zigarette setze alles in Brand und die Menschen, in Benzin getr\u00e4nkte, verbrannten. Der erste Rettungswagen traf erst eine Stunde sp\u00e4ter ein. <\/p>\n<p>Sehensw\u00fcrdigkeiten in Nairobi gibt es nicht so viele, aber hier pulsiert nachts das Leben auf den Strassen, ganz anders als in allen anderen von mir bereisten afrikanischen L\u00e4ndern. F\u00fcr den Orphan Wildpark bl\u00e4ttert man als Ausl\u00e4nder 12 Euro auf den Tisch, w\u00e4hrend Einheimische gerade einmal einen Euro zahlen. Da die Weisentiere von klein auf an Menschen gew\u00f6hnt sind, konnte ich eine L\u00f6win (durch den Zaun) genauso streicheln wie junge Geparden (Cheetahs). Sp\u00e4ter im kleinen <a href=\"http:\/\/www.giraffecenter.org\/\">Giraffe Centre (African Fund for Endangered Wildlife-Kenya)<\/a> (noch mal 7 \u20ac) k\u00fcssten Giraffen einige Touristen, aber ich ziehe eine weibliche Zunge vor. Der Giraffenzoo ist relativ weit entfernt. Neben dem Zoo kann man ins Museum gehen, jedoch bietet das nicht so viel Neues. <\/p>\n<p>Per Mietwagen bin ich zun\u00e4chst zu dem nahe liegenden <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Naivashasee\">See Naivasha<\/a> gefahren, mit einem weiteren schlie\u00dflich von Nairobi nach <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mombasa\">Mombasa<\/a>. Das Fahren in Kenia empfinde ich als problemlos und ich lerne schnell die Vorteile des Stra\u00dfenverkehrs. (Nur vergesse ich oft noch die Tempoh\u00fcgel auf den Stra\u00dfen &#8230;) Vielleicht werde ich im n\u00e4chsten Leben <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Matatu\">Matatu<\/a>-Lenker, also Minibusfahrer, die wie bl\u00f6d durch die Stadt fahren und sich nur an die allernotwendigsten Verkehrsregeln halten \u2013 etwa keine Oma zu \u00fcberfahren oder den Gebrauch der Hupe. W\u00e4re ich in Deutschland, h\u00e4tten auch&nbsp; die Halter der beiden Fahrzeuge, deren Seitenspiegel ich umgeklappt habe, schon l\u00e4ngst einen Tanz gemacht. In Kenia wird ein bisschen mit dem Zeigefinger gemahnt, kurz gest\u00f6hnt und das war\u2019s dann schon. Die Mataus werben um ihre Kunden etwa mit lauter Disco-Musik. Bei Frauen scheint der Beruf des Sammeltaxifahrers gut anzukommen (das sagten mir die Fahrer&#8230;).<\/p>\n<p>Mombasa selbst hat keine nennenswerten Str\u00e4nde. Das Strandleben spielt sich im entfernten S\u00fcden und Norden ab. Im S\u00fcden sind die besseren Str\u00e4nde, aber das ist mit etwa 20 km auch etwas weiter von der Stadt entfernt und man muss eine F\u00e4hre nehmen. Der Norden ist direkt mit der Stadt verbunden und etwa 5 km ausw\u00e4rts, beginnen die gro\u00dfen Hotels den Strand unter sich aufzuteilen. Vom Hotel zum Flughafen wurde es dann noch einmal stressig. Statt 30 Minuten Fahrt kostete mich die Anreise fast 1 Stunde und ich war der letzte, der eincheckte. Die Stadt ist genauso wie Nairobi um 7 Uhr morgens voll, und ich musste schon sehr aggressiv fahren, um zeitig ans Ziel zu kommen. Geschickterweise war dann auch noch eine zentrale Strasse gesperrt, was mir zus\u00e4tzlichen Nervenkitzel brachte. <\/p>\n<p><strong>FAQ<\/strong> <\/p>\n<p><em>Wie kann man die Mentalit\u00e4t der Menschen am Besten erleben und etwas \u00fcber das Land lernen?<\/em><\/p>\n<p>a) Mit jedem reden, b) nicht in Hotels, sondern in Hostels \u00fcbernachten, um mit anderen Reisenden ins Gespr\u00e4ch zu kommen c) die lokalen Zeitungen kaufen. So konnte ich der Zeitung in Malawi entnehmen, dass hartgekochte Eier in der \u00d6ffentlichkeit zu essen etwas anst\u00f6\u00dfiges ist. (Eine Erkl\u00e4rung war nicht dabei. Auch der Barkeeper kannte das nicht.) <\/p>\n<p><em>F\u00e4hrt man in den L\u00e4nder rechts oder links? <\/em><\/p>\n<p>\u00dcberall links, also f\u00fcr uns auf der anderen Stra\u00dfenseite. Man gew\u00f6hnt sich recht schnell dran. Ich fuhr aber oft etwas zu weit links. L\u00e4stig war es nur, dass in einem Auto der Blinker rechts und in einem anderen der Blinker links war. Insgesamt bin ich etwa 12.000 km mit dem Auto gefahren und noch keinen Kilometer danach in Deutschland. Mal sehen, wie das klappt \u2026 <\/p>\n<p><em>Kann man in Afrika \u00fcberall seinen M\u00fcll hinschmei\u00dfen?<\/em><\/p>\n<p>Afrika ist gro\u00df! Allerdings findet man oft schlichtweg keine M\u00fclleimer und es bleibt einem kaum etwas anders \u00fcbrig, als den M\u00fcll auf die Strasse zu werfen. Plastikflaschen sind beliebte Sammelobjekte bei Kindern. Wirft man sie aus dem Bus, ist die Flasche nach ein paar Sekunden wegger\u00e4umt. <\/p>\n<p><em>Mit welchen Fluggesellschaften kommt man g\u00fcnstig nach Afrika?<\/em><\/p>\n<p>Ich bin mit <a href=\"http:\/\/www.airberlin.com\/\">Air Berlin<\/a> nach Windoek\/Namibia geflogen und mit <a href=\"http:\/\/www10.condor.com\/tcf-de\/index.jsp\">Condor<\/a> von Mombasa\/Kenia wieder zur\u00fcck. Das R\u00fcckflugticket habe ich 2 Wochen vor der Heimreise gebucht. <\/p>\n<p><em>Muss man bei der Einreise eine Ausreise-\/Weiterreisegenemigung vorzeigen?<\/em><\/p>\n<p>Dass musste ich nicht. Es kann aber grunds\u00e4tzlich passieren, dass ein Beamter nachfragt. Die einzigen, die sich f\u00fcr meine Ausreise interessierten, war Air Berlin. Der Frau hinter dem Schalter habe ich meine Busreise nach Sambia vorgelegt und sie hat mit gesagt, dass das nicht reicht, weil Sambia ja eine Stadt in Namibia ist, ich aber eine Landesausreise ben\u00f6tige. Als ich sie korrigiert habe, dass das ein Land ist, musste sie erst eine Kollegin fragen. Nach 15 Minuten war das auch gekl\u00e4rt. <\/p>\n<p><em>Wie kann man am besten nach Deutschland telefonieren?<\/em><\/p>\n<p>E-plus funktionierte in den meisten L\u00e4ndern nicht. In Namibia und S\u00fcdafrika konnte ich zumindest SMS empfangen und telefonieren, aber keine SMS versenden. Davon abgesehen, ist es sehr teuer. Eine Alternative sind lokale SIM-Karten. Die sind sehr g\u00fcnstig (1 bis 2 Euros) und die Preise nach Deutschland OK. Zudem hat es den Vorteil, g\u00fcnstig mit Menschen vor Ort telefonieren zu k\u00f6nnen. Ich habe beim Zain gekauft, was in vielen afrikanischen L\u00e4ndern verf\u00fcgbar ist und was \u2013 wenn man es denn braucht \u2013 gute Konditionen zu den Nachbar-Zain-L\u00e4ndern hat. Unglaublich ist das Branding von Zain. Viele H\u00e4user sind in den Zain-Farben gestrichen. Die Marke ist sehr stark und an jeder Ecke kann man Airtime kaufen. Nun muss ich beim Kennenlernen mich nicht mehr nur auf meine Briefmarkensammlung verlassen, sondern kann fragen: &quot;M\u00f6chtest du meine SIM-Kartensammlung sehen?&quot;<\/p>\n<p><em>Gibt es in Afrika etwas Gescheites zu essen?<\/em><\/p>\n<p>Es kommt wieder darauf an, wo man ist. In Namibia zum Beispiel ist es sehr trocken und daher ist Gem\u00fcse selten (bis auf eine K\u00fcrbisart). McDonalds oder Burger King sind nicht zu finden, daf\u00fcr gibt es Marken aus S\u00fcdafrika, wie <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Steers\">Steers<\/a>, die Burger verkaufen. Besonders kulinarisch empfand ich die L\u00e4nder aber nicht. Wer auf geschmacklosen Porridge (Brei) steht, ist aber genau richtig! <\/p>\n<p><em>Kann man wie in Asien gut (illegale) DVDs kaufen?<\/em><\/p>\n<p>Ja. Generell schon. Blu-ray Discs sind sehr verbreitet. Sie kosten dann zwischen 1 und 3 Euro und beinhalten 20 Filme. Es gibt DVDs von Filmen, die gerade im Kino sind. Die DVDs werden aus China importiert. <\/p>\n<p><em>Sollte man im Moment (Anfang 2009) nach Zimbabwe reisen?<\/em><\/p>\n<p>Wohl besser nicht. Beim Grenz\u00fcbergang traf ich einen Gaswasserschei\u00dfemonteur, der nach Sambia reiste, um dort ein paar Lebensmittel zu kaufen, da er sagte, in Zimbabwe sind die Regale leer. Auch Benzin gibt es nicht \u00fcberall. Wer mit dem Auto f\u00e4hrt, kann also mitunter nicht weiterreisen. Die Viktoria-F\u00e4lle MUSS man sich aber in Zimbabwe anschauen. Das ist problemlos. Gleich hinter der Grenze nahe den Wasserf\u00e4llen stehen ein paar unglaubliche Hotelpal\u00e4ste \u2013 pers\u00f6nlich von Robert M. eingeweiht \u2013 die dem Touristen das Elend ersparen. Die W\u00e4hrung ist klar: Dollar. Anfang Februar wurden gleich 6 Nullen gestrichen; mit Trillionen kann man wirklich schlecht rechnen. An jeder Ecke kann man Billionen-Scheine f\u00fcr einen Dollar kaufen. Als Souvenir. <\/p>\n<p><em>Ist es in Afrika gef\u00e4hrlich?<\/em><\/p>\n<p>Kommt drauf an. Gesundheitlich habe ich Lariam zur Malaria-Prophylakse eingenommen. In der Dunkelheit sollte man besser nicht auf die Strasse gehen, wobei Malawi sicher sein soll. Das Zentrum von Johannesburg ist aber ein klares No-Go. <\/p>\n<p><em>An wen kann ich spenden und dabei sicher sein, dass das Geld auch in Projekte geht, statt in die Administration?<\/em><\/p>\n<p>Unterst\u00fctzt Eva in Kaduha (Rwuanda)! Sie w\u00fcrde gerne einen Klassenraum renovieren (wenn es durch die kaputten Wellblechd\u00e4cher regnet, kann kein Unterricht stattfinden), ein Kissen f\u00fcr jedes Kind kaufen (bis jetzt teilen sich zwei oder drei Kinder ein Bett; f\u00fcr mehr Betten ist kein Platz), Schulsachen und Spielsachen f\u00fcr die Kinder besorgen, \u2026 Mehr unter <a href=\"http:\/\/www.eva-in-kaduha.blogspot.com\/\"> http:\/\/www.eva-in-kaduha.blogspot.com\/<\/a>. Spenden bitte an die Bistumskasse M\u00fcnster, Konto-Nr. 2000100 BLZ 400 602 65 DKM M\u00fcnster, Betreff: RTR 001-1.2211.2261 Ruanda, Eva Fischer. Eine Spendenquittung wird gerne ausgestellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Namibia Ein fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfig gro\u00dfes Land mit unter 2 Millionen Einwohnern sagt schon etwas \u00fcber die Verteilung aus. Die gr\u00f6\u00dfte Stadt Namibias und gleichzeitig Hauptstadt ist Windhoek mit etwa 250.000 Einwohnern (im Kern!). Wird es dunkel, ist es leer auf den Stra\u00dfen und man denkt, eine B-Bombe h\u00e4tte alle Menschen ausgel\u00f6scht. 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