Buchkritik: Reversing: Secrets of Reverse Engineering

Eldad Eilam. Wiley. ISBN 0-7645-7481-7. 2005. 619 Seiten

Thema des Buches ist die Wiederherstellung von übersetztem Code in ein menschenlesbares Format und gleichzeitig der Schutz von diesem Reverse Engineering Verfahren. Das Buch pendelt zwischen grundlegenden Begrifflichkeiten, wie der Erklärung der Arbeitsweise eines Compilers und wofür die Win 32 API gut ist. Auf der anderen Seite beschäftigt es sich mit IA 32 Assembler-Code. Die Zielgruppe ist daher schwer auszumachen. Sicherlich ist für beide etwas dabei. Wer eher grundlegende Begrifflichkeiten sucht, wird sie hier auf jeden Fall finden und sicherlich nicht den Appendix mit den Prozessor-Flags lesen. Wer in IA 32 Assembler dagegen fit ist, findet viele Anregungen zum Reverse Engineering, Disassemblieren sowie Decompilieren. Zu allen Punkten werden freie und kommerzielle Tools aufgeführt. Der Autor ist nicht ideologisch in Open-Source oder freie Software verliebt und schließt daher kommerzielle Produkte nicht aus; oftmals sind die kostenpflichtigen Lösungen leistungsfähiger. Die Fallbeispiele (Kap. 6, Deciphering File Formats und Kap. 8, Reversing Malware) sind realistisch und ausführlich beschrieben und geben einen guten Eindruck in die Arbeitsweise. Schlussendlich ist auch für .NET-Programmierer etwas dabei, und die Ideen zum Schutz gegen Decompilierung finden auch in der Java-Welt ihre Anwendung.

Über Christian Ullenboom

Ich bin Christian Ullenboom und Autor der Bücher ›Java ist auch eine Insel. Einführung, Ausbildung, Praxis‹ und ›Java SE 8 Standard-Bibliothek. Das Handbuch für Java-Entwickler‹. Seit 1997 berate ich Unternehmen im Einsatz von Java. Sun ernannte mich 2005 zum ›Java-Champion‹.

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