Nachträgliches Implementieren von Schnittstellen

Implementiert eine Klasse eine bestimmte Schnittstelle nicht, so kann sich auch nicht am dynamischen Binden über diese Schnittstelle teilnehmen, auch wenn sie eine Methoden hat, über die eine Schnittstelle abstrahiert. Besitzt zum Beispiel die nicht-finale Klasse FIFA eine öffentliche Methode price(), implementiert aber Buyable mit einer gleich benannten Methoden nicht, so lässt sich zu einem Trick greifen, sodass eine Implementierung geschaffen wird, die die existierende Methode aus der Klasse und die der Schnittstelle in die Typhierarchie bringt.

class FIFA {
  public double price() { … }
}

interface Buyable {
   double price();
 }

class FIFAisBuyable extends FIFA implements Buyable { }

Eine neue Unterklasse FIFAisBuyable erbt von der Klasse FIFA und implementiert die Schnittstelle Buyable, sodass der Compiler die existierende price()-Methode mit Vorgabe der Schnittstelle vereinigt. Nun lässt sich FIFAisBuyable als Buyable nutzen und dahinter steckt die Implementierung von FIFA. Als Unterklasse bleiben auch alle sichtbaren Eigenschaften der Oberklasse erhalten.

Über Christian Ullenboom

Ich bin Christian Ullenboom und Autor der Bücher ›Java ist auch eine Insel. Einführung, Ausbildung, Praxis‹ und ›Java SE 8 Standard-Bibliothek. Das Handbuch für Java-Entwickler‹. Seit 1997 berate ich Unternehmen im Einsatz von Java. Sun ernannte mich 2005 zum ›Java-Champion‹.

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