Archiv der Kategorie: Allgemein

Autor für MySQL-Administrationshandbuch gesucht

Der www.rheinwerk-verlag.de ist auf der Suche nach einem Überarbeiter für das Administrationshandbuch zu MySQL (https://www.rheinwerk-verlag.de/mysql_3843/). Das Autorenteam des bestehenden Buchs findet für die anstehende Aktualisierung auf MySQL 8
nicht mehr die Zeit. Interessierte Autoren mögen sich bitte unter melden bei:

Christoph Meister, Lektor Computing
Rheinwerk Verlag GmbH | Rheinwerkallee 4 | 53227 Bonn
Telefon +49 228 42150-45
christoph . meister @ rheinwerk – verlag . de (Space entfernen)

Nacktes Thymeleaf

Oftmals nutzen die Beispiele im Internet Spring, oder — noch spezieller — Thymeleaf wird als Template-Engine in Spring MVC eingesetzt, daher jetzt nackt, so einfach es geht.

In unsere POM kommt:

<!-- https://mvnrepository.com/artifact/org.thymeleaf/thymeleaf -->
<dependency>
 <groupId>org.thymeleaf</groupId>
 <artifactId>thymeleaf</artifactId>
 <version>3.0.9.RELEASE</version>
</dependency>

Wir schreiben das Template demo.html:

<!DOCTYPE html>
<html>
<body>
<p>Hey <span data-th-text="${name}">CHRISTIAN</span></p>
</body>
</html>

Und dann kann ein Java-Programm name füllen:

import org.thymeleaf.TemplateEngine;
import org.thymeleaf.context.Context;
import org.thymeleaf.templateresolver.FileTemplateResolver;

public class ThymeleafDemo {

 public static void main( String[] args ) {

  FileTemplateResolver resolver = new FileTemplateResolver();
  resolver.setCharacterEncoding( "UTF-8" );

  TemplateEngine templateEngine = new TemplateEngine();
  templateEngine.setTemplateResolver( resolver );

  Context ctx = new Context();
  ctx.setVariable( "name", "tutego" );
 
  String result = templateEngine.process( "demo.html", ctx );
  System.out.println( result );
 }
}

 

Aktuelle offene Java-Seminare Q2/Q3 2018

Spring Boot (›SPRINGBOOT‹)

22.–24. Mai 2018 (KW 21), 11.–13. Juni 2018 (KW 24), 16.–18. Juli (KW 29)

Java Grundlagen (›JAVA1‹)

14.–18. Mai 2018 (KW 20), 25.–29. Juni 2018 (KW 26), 6.–10. August 2018 (KW 32), 17.–21. September 2018 (KW 38), 5.–9. November 2018 (KW 45)

Java für Fortgeschrittene (›JAVA2‹)

28. Mai bis 1. Juni 2018 (KW 22), 9.–13. Juni 2018 (KW 28), 20.–24. August 2018 (KW 34), 8.–12. Oktober 2018 (KW 41), 26.–30. November 2018 (KW 48)

Java für C++/C#-Programmierer

23.–27. April 2018 (KW 17), 11.–15. Juni 2018 (KW 24), 23.–27. Juli 2018 (KW 30), 3.–7. September 2018 (KW 36), 22.–26. Oktober 2018 (KW 43)

Nebenläufige Programmierung mit Threads (›JAVACON‹)

7.–8. Mai (KW 19), 14.–15. Juni (KW 24), 19.–20. Juli (KW 29)

Iterator vom Stream besorgen

Sich einen Iterator von einem Stream geben zu lassen ist nützlich, weil dann der Zeitpunkt des Konsumierens vom Zeitpunkt des Stream-Aufbaus getrennt werden kann. Es ist nicht einfach mehrere Streams gleichzeitig abzulaufen, doch mit Iteratoren funktioniert das. Zudem lässt sich in Stream mit einer Generator-Funktion einfach aufbauen, in Iterator aber nicht.

Beispiel: Aus zwei Streams sollen jeweils alterrnierend das nächste Element konsumiert und ausgegeben werden.

Iterator<Integer> iterator1 = Stream.of( 1, 3, 5 ).iterator();

Iterator<Integer> iterator2 = Stream.of( 2, 4, 6, 7, 8 ).iterator();




while ( iterator1.hasNext() || iterator2.hasNext() ) {

  if ( iterator1.hasNext() )

    System.out.println( iterator1.next() );

  if ( iterator2.hasNext() )

    System.out.println( iterator2.next() );

}

Iterator ist ein Datentyp, der häufig in der Rückgabe verwendet wird, seltener als Parametertyp. Mit stream.iterator() ist es aber möglich, die Daten vom Stream genau an solchen Stellen zu übergeben. Einen Stream in einen Iterator zu konvertieren, um diesen dann mit hasNext()/next() abzulaufen, ist wenig sinnvoll, hierfür bietet sich genauso gut forEach(…) auf dem Stream an.

Stream ist nicht Iterable

Der Typ Stream bietet eine Methode iterator(), erweitert jedoch die Schnittstelle Iterable nicht. In der Javadoc ist bei iterator() die Bemerkung „terminale Operation“ vermerkt, denn der Iterator saugt den Stream leer, sodass ein zweiter iterator()-Aufruf auf einem Stream nicht möglich ist. Bei Klassen, die Iterable implementieren, muss ein Aufruf von iterator() beliebig oft möglich sein. Bei Streams ist das nicht gegeben, da die Streams selbst nicht für die Daten stehen wie eine Collection, die daher Iterable ist.

Iterator in Stream umwandeln

Ist auf der anderen Seite ein Iterator gegeben, lässt sich dieser nicht direkt in einen Stream bringen. Iteratoren können wie Streams unendlich sein, und es gibt keinen Weg, die Daten eines Iterators als Quelle zu benutzen. Natürlich ist es möglich, den Iterator abzulaufen und daraus einen neuen Stream aufzubauen, dann muss der Iterator aber endlich sein.

Beispiel: Die Methode ImageIO.getImageReadersBySuffix(String) liefert einen Iterator von ImageReader-Objekten – sie sollen über einen Strom zugänglich sein:

Builder<ImageReader> builder = Stream.builder();
 for ( Iterator<ImageReader> iter = ImageIO.getImageReadersBySuffix( "jpg" );
       iter.hasNext(); )
   builder.add( iter.next() );
 Stream<ImageReader> stream = builder.build();
 System.out.println( stream.count() );    // 1

Einen anderen Weg geht StreamSupport.

Ist eine alte Enumeration gegeben, hilft Collections.list(enumeration).stream(), denn list(…) liefert eine ArrayList mit allen Einträgen; list(Iterator) gibt es da hingegen nicht.

iterator() von BaseStream und PrimitiveIterator.OfXXX

Die Schnittstelle Stream deklariert keine abstrakte iterator()-Methode, sondern bekommt die Methode vom Obertyp BaseStream vererbt. BaseStream ist insgesamt Basistyp von:

  • Stream<T>, DoubleStream, IntStream, LongStream

Alle diese drei Typen haben damit iterator()-Methdoden, doch die Rückgaben sind unterschiedlich:

Typ iterator()-Methdoden und Rückgabe
Stream<T> Iterator<T> iterator()
DoubleStream PrimitiveIterator.OfDouble iterator()
IntStream PrimitiveIterator.OfInt iterator()
LongStream PrimitiveIterator.OfInt iterator()

Unterschiedliche Rückgaben der Iteratoren

PrimitiveIterator ist eine Schnittstelle aus dem Paket java.util mit eben drei inneren statischen Schnittstellen: OfDouble, OfInt und OfLong, die PrimitiveIterator erweiten. Jeder dieser drei inneren Typen hat eigene, aber symmetrische Methoden:

  • default void forEachRemaining(Consumer<? super WrapperTyp> action)
  • default void forEachRemaining(WrapperTypConsumer action)
  • default WrapperTyp next()
  • PrimitiverTyp nextPrimitiverTyp()

Statt WrapperTyp und PrimitiverTyp ist dann Double, Integer, Long und double, int, double einzusetzen.

Beispiel: Ein vom Stream abgeleiter Iterator besorgt Zahlen. Diese werden in einem anderen Stream eingesetzt.

PrimitiveIterator.OfInt counter =

  IntStream.iterate( 1, Math::incrementExact ).iterator();

Stream.of( "Telegram", "WhatsApp", "Facebook Messenger", "Insta" )

      .map( s -> counter.nextInt() + ". " + s )

      .forEach( System.out::println );

Java sollte „Inkubator“-Features bekommen.

Das bedeutet, es gibt Syntaxerweiterungen, aber die sind erst mal zum Testen.

http://openjdk.java.net/jeps/12

An incubating language or VM feature is a new feature of the Java SE Platform that is fully specified, fully implemented, and yet impermanent. It is available in a JDK feature release to provoke developer feedback based on real world use; this may lead to it becoming permanent in a future Java SE Platform.

In der Mailliste fragen die Eclipse-Bauer schon nach, ob das verpflichtend ist … es wäre blöd, wenn man sich bei den JDT viel Mühe gibt, und dann wird das doch nicht übernommen: http://mail.openjdk.java.net/pipermail/jdk-dev/2018-February/000642.html

JEP-12 ist allerdings noch nicht bestätigt.

 

JEP Draft für „Raw String Literals“ in Java

In der Diskussion ist der „Back-Tick“, sodass es so aussehen würde:

File Paths Example

Traditional String Literals Raw String Literals
Runtime.getRuntime().exec("\"C:\\Program Files\\foo\" bar");
Runtime.getRuntime().exec(`"C:\Program Files\foo" bar"`);

Multi-line Example

Traditional String Literals Raw String Literals
String html = "<html>\n"
              "    <body>\n" +
              "		    <p>Hello World.</p>\n" +
              "    </body>\n" +
              "</html>\n";
String html = `<html>
                   <body>
                       <p>Hello World.</p>
                   </body>
               </html>
              `;

Regular Expression Example

Traditional String Literals Raw String Literals
System.out.println("this".matches("\\w\\w\\w\\w"));
System.out.println("this".matches(`\w\w\w\w`));

Output:

true

Polyglot Example

Traditional String Literals Raw String Literals
String script = "function hello() {\n" +
                "   print(\'\"Hello World\"\');\n" +
                "}\n" +
                "\n" +
                "hello();\n";
ScriptEngine engine = new ScriptEngineManager().getEngineByName("js");
Object obj = engine.eval(script);
String script = `function hello() {
                    print('"Hello World"');
                 }
hello();
            `

ScriptEngine engine = new ScriptEngineManager().getEngineByName(„js“); Object obj = engine.eval(script);

Output:

"Hello World"

Database Example

Traditional String Literals Raw String Literals
String query = "SELECT EMP_ID, LAST_NAME\n" +
               "FROM EMPLOYEE_TBL\n" +
               "WHERE CITY = 'INDIANAPOLIS'\n" +
               "ORDER BY EMP_ID, LAST_NAME;\n";
String query = `SELECT EMP_ID, LAST_NAME
                FROM EMPLOYEE_TB
                WHERE CITY = 'INDIANAPOLIS'
                ORDER BY EMP_ID, LAST_NAME;
               `;

Ich bin gespannt, ob das in Java 10 kommen wird. Ich dachte schon, dass Java 10 Release wird eher klein, doch zusammen mit den var-Variablen sind das zwei kleine, aber bedeutende Sprachänderungen.

Details unter http://openjdk.java.net/jeps/8196004.

Aktuelles zu Java 10

Nach Java 9 wird uns Java 10 beglücken. Die Zeitleiste sieht so aus:

2017/12/14 Rampdown Phase One
2018/01/11 All Tests Run
2018/01/18 Rampdown Phase Two
2018/02/22 Final Release Candidate
2018/03/20 General Availability

Java 10 ist laut http://openjdk.java.net/projects/jdk/10/ ab heute in der „Rampdown Phase One“ (http://openjdk.java.net/projects/jdk8/milestones#Rampdown_start):

  • Rampdown — Phases in which increasing levels of scrutiny are applied to incoming changes. In phase 1, only P1-P3 bugs can be fixed. In phase 2 only showstopper bugs can be fixed.

Neuerungen dir wir für Java 10 erwarten können, beschrieben im JEP:

286: Local-Variable Type Inference
296: Consolidate the JDK Forest into a Single Repository
304: Garbage-Collector Interface
307: Parallel Full GC for G1
310: Application Class-Data Sharing
312: Thread-Local Handshakes
313: Remove the Native-Header Generation Tool (javah)
314: Additional Unicode Language-Tag Extensions
316: Heap Allocation on Alternative Memory Devices
317: Experimental Java-Based JIT Compiler
319: Root Certificates
322: Time-Based Release Versioning

Es wird auch Java 10, Java 11, usw. heißen und nicht, wie vorher angedacht, Java 18, etc. nach Jahreszahlen. Aus dem http://openjdk.java.net/jeps/322:

  • $FEATURE is incremented every six months: The March 2018 release is JDK 10, the September 2018 release is JDK 11, and so forth.

 

Inselraus: Zugriff auf SMB-Server mit jCIFS

Microsoft Windows nutzt zur Datei- und Verzeichnisfreigabe, zur Freigabe von Druckern und Kommunikationsschnittstellen das Protokoll SMB (Server Message Block). Es ist weit verbreitet, und jede aktuelle Windows-Version lässt sich als Client und Server konfigurieren – gleichzeitig gibt es unter Unix das populäre Samba, einen SMB-Server unter Open Source, der von Andrew Tridgell und Kollegen entwickelt wurde.

Mithilfe der jCIFS-SMB-Bibliothek (http://jcifs.samba.org/) kann ein Java-Programm auf Datei- und Verzeichnisfreigaben zugreifen und Freigaben auflisten. jCIFS ist eine erweiterte Implementierung von CIFS und unterstützt Unicode, Batching, verschlüsselte Authentifizierung, Transactions, das Remote Access Protocol (RAP) und Weiteres. Die Bibliothek steht unter der LGPL.

Die Klassen jcifs.smb.SmbFile, SmbFileInputStream und SmbFileOutputStream verhalten sich ähnlich wie java.io.File, FileInputStream und FileOutputStream. Sie werden mit einem Dateipfad (URL) parametrisiert, der mit smb:// beginnt. Um eine Datei zu beziehen, muss vorher der Server spezifiziert werden. Dazu dienen Eigenschaften wie WINS. Sie werden mit Config.setProperty(„wins“, „IP-Adresse“); gesetzt.

Beispiel: Lies eine Datei aus, und kopiere sie um:

InputStream in =
   new SmbFileInputStream( "smb://user:passwd@host/c/My Documents/doc.txt" );
 Path target = …
 Files.copy( in, target );

Inselraus: Anwendungen für FilterReader und FilterWriter

Unsere nächste Klasse bringt uns etwas näher an das HTML-Format heran. Wir wollen eine Klasse HTMLWriter entwerfen, die FilterWriter erweitert und Textausgaben in HTML konvertiert. In HTML werden Tags eingeführt, die vom Browser erkannt und besonders behandelt werden. Findet etwa der Browser im HTML-Text eine Zeile der Form <strong>Dick</strong>, so stellt er den Inhalt „Dick“ in fetter Schrift dar, da das <strong>-Element den Zeichensatz umstellt. Alle Tags werden in spitzen Klammern geschrieben. Daraus ergibt sich, dass HTML einige spezielle Zeichenfolgen (Entities genannt) verwendet. Wenn diese Zeichen auf der HTML-Seite dargestellt werden, muss dies durch spezielle Zeichensequenzen geschehen:

  • < wird zu &lt;
  • > wird zu &gt;
  • & wird zu &amp;

Kommen diese Zeichen im Quelltext vor, so muss unser HTMLWriter diese Zeichen durch die entsprechende Sequenz ersetzen. Andere Zeichen sollen nicht ersetzt werden.

Den Browsern ist die Struktur der Zeilen in einer HTML-Datei egal. Sie formatieren wiederum nach speziellen Tags. Zeilenvorschübe etwa werden mit <br/> eingeleitet. Unser HTMLWriter soll zwei leere Zeilen durch das Zeilenvorschub-Element <br/> markieren.

HTML-Dokument schreiben

Alle sauberen HTML-Dateien haben einen wohldefinierten Anfang und ein wohldefiniertes Ende. Das folgende kleine HTML-Dokument ist wohlgeformt und zeigt, was unser Programm später erzeugen soll:

<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"
                       "http://www.w3.org/TR/html4/strict.dtd">
 <html><head><title>Superkreativer Titel</title></head>
 <body><p>
 Und eine Menge von Sonderzeichen: &lt; und &gt; und &amp;
 Zweite Zeile
 <br/>
 Leerzeile
 Keine Leerzeile danach
 </p></body></html>

Der Titel der Seite sollte im Konstruktor übergeben werden können. Hier ist nun das Programm für den HTMLWriter:

package com.tutego.insel.io.stream;
 
 import java.io.*;
 
 class HTMLWriter extends FilterWriter {
   
   private boolean newLine;
 
   /**
    * Creates a new filtered HTML writer with a title for the web page.
    *
    * @param out  a Writer object to provide the underlying stream.
    * @throws IOException if the header cannot be written
    */
   public HTMLWriter( Writer out, String title ) throws IOException {
     super( out );
 
     out.write( "<!DOCTYPE HTML PUBLIC \"-//W3C//DTD HTML 4.01//EN\"" +
            " \"http://www.w3.org/TR/html4/strict.dtd\">\n"  );
     out.write( "<html><head><title>" + title + "</title></head>\n<body><p>\n" );
   }
 
   /**
    * Creates a new filtered HTML writer with no title for the web page.
    *
    * @param out  a Writer object to provide the underlying stream.
    */
   public HTMLWriter( Writer out ) {
     super( out );
   }
 
   /**
    * Writes a single character.
    */
   @Override
   public void write( int c ) throws IOException {
     switch ( c ) {
       case '<':
         out.write( "&lt;" );
         newLine = false;
         break;
       case '>':
         out.write( "&gt;" );
         newLine = false;
         break;
       case '&':
         out.write( "&amp;" );
         newLine = false;
         break;
       case '\n':
         if ( newLine ) {
           out.write( "<br/>\n" );
           newLine = false;
         }
         else
           out.write( "\n" );
         newLine = true;
         break;
       case '\r':
         break; // ignore
 
       default :
         out.write( c );
         newLine = false;
     }
   }
 
   /**
    * Writes a portion of an array of characters.
    *
    * @param  cbuf Buffer of characters to be written
    * @param  off  Offset from which to start reading characters
    * @param  len  Number of characters to be written
    * @exception   IOException If an I/O error occurs
    */
   @Override
   public void write( char[] cbuf, int off, int len ) throws IOException {
     for ( int i = off; i < len; i++ )
       write( cbuf[ i ] );
   }
 
   /**
    * Writes a portion of a string.
    *
    * @param  str  String to be written.
    * @param  off  Offset from which to start reading characters
    * @param  len  Number of characters to be written
    * @exception   IOException If an I/O error occurs
    */
   @Override
   public void write( String str, int off, int len ) throws IOException {
     for ( int i = off; i < len; i++ )
       write( str.charAt( i ) );
   }
 
   /**
    * Closes the stream.
    *
    * @throws IOException If the prolog can not be written or the underlying stream 
    * not be closed
    */
   @Override
   public void close() throws IOException {
     try {
       out.write( "</p></body></html>" );
     }
     finally {
       out.close();  // Ignoriere, falls out.close() und out.write() knallt
     }
   }
 }

Ein Demo-Programm soll die aufbereiteten Daten in einen StringWriter schreiben:

StringWriter sw = new StringWriter();

try ( HTMLWriter html = new HTMLWriter( sw, "Superkreativer Titel" );

      PrintWriter pw = new PrintWriter( html ) ) {

  pw.println( "Und eine Menge von Sonderzeichen: < und > und &" );

  pw.println( "Zweite Zeile" );

  pw.println();

  pw.println( "Leerzeile" );

  pw.println( "Keine Leerzeile danach" );

}

System.out.println( sw );

HTML-Tags mit einem speziellen Filter überlesen

Unser nächstes Beispiel ist eine Klasse, die den FilterReader so erweitert, dass HTML-Tags überlesen werden. Die Klasse FilterReader deklariert den notwendigen Konstruktor zur Annahme des Reader, der die wirklichen Daten liefert, und überschreibt zwei read(…)-Methoden. Die read()-Methode ohne Parameter – die ein int für ein gelesenes Zeichen zurückgibt – legt einfach ein 1 Zeichen großes Feld an und ruft dann die zweite überschriebene read(char[], int, int)-Methode auf, die die Daten in ein Feld liest. Da dieser Methode neben dem Feld auch noch die Größe übergeben werden kann, müssen wirklich so viele Zeichen gelesen werden. Es reicht einfach nicht aus, die übergebene Anzahl von Zeichen vom tiefer liegenden Reader zu lesen, sondern hier müssen wir beachten, dass eingestreute Tags nicht zählen. Die Zeichenkette <p>Hallo<p> ist ja nur fünf Zeichen lang und nicht elf!

 package com.tutego.insel.io.stream;
 
 import java.io.*;
 
 public class HTMLReader extends FilterReader {
   private boolean inTag = false;
 
   public HTMLReader( Reader in ) {
     super( in );
   }
 
   @Override
   public int read() throws IOException {
     char[] buf = new char[ 1 ];
     return read( buf, 0, 1 ) == –1 ? –1 : buf[ 0 ];
   }
 
   @Override
   public int read( char[] cbuf, int off, int len ) throws IOException {
     int numchars = 0;
 
     while ( numchars == 0 ) {
       numchars = in.read( cbuf, off, len );
 
       if ( numchars == –1 ) // EOF?
         return –1;
 
       int last = off;
 
       for ( int i = off; i < off + numchars; i++ ) {
         if ( ! inTag ) {
           if ( cbuf[ i ] == '<' )
             inTag = true;
           else
             cbuf[ last++ ] = cbuf[ i ];
         }
         else if ( cbuf[ i ] == '>' )
           inTag = false;
       }
       numchars = last – off;
     }
     return numchars;
   }
 }

Ein Beispielprogramm soll die Daten aus einem StringReader ziehen. Der HTMLReader bekommt diesen StringReader und wird selbst von Scanner genutzt, damit wir die komfortable nextLine()-Methode nutzen können. Da hier keine externen Ressourcen vorkommen, müssen wir nichts schließen, und ein try mit Ressourcen kann entfallen.

String s = "<html>Hallo! <b>Ganz schön fett.</b> "
            + "Ah, wieder normal.</html>";
 
 Reader sr = new StringReader( s );
 Reader hr = new HTMLReader( sr );
 Scanner scanner = new Scanner( hr );
 while ( scanner.hasNextLine() )
   System.out.println( scanner.nextLine() );

Es produziert dann die einfache Ausgabe:

Hallo! Ganz schön fett. Ah, wieder normal.

Inselraus: Ein LowerCaseWriter

Wir wollen im Folgenden einen Filter schreiben, der alle in den Strom geschriebenen Zeichen in Kleinbuchstaben umwandelt. Drei Dinge sind für einen eigenen FilterWriter nötig:

  • Die Klasse leitet sich von FilterWriter
  • Unser Konstruktor nimmt als Parameter ein Writer-Objekt und ruft mit super(out) den Konstruktor der Oberklasse auf, also FilterWriter. Die Oberklasse speichert das übergebene Argument in der geschützten Objektvariablen out, sodass die Unterklassen darauf zugreifen können.
  • Wir überlagern die drei write(…)-Methoden und eventuell noch close() und flush(). Unsere write(…)-Methoden führen dann die Filteroperationen aus und geben die wahren Daten an den Writer
class LowerCaseWriter extends FilterWriter {
 
   public LowerCaseWriter( Writer writer ) {
     super( writer );
   }
 
   @Override
   public void write( int c ) throws IOException {
     out.write( Character.toLowerCase((char)c) );
   }
 
   @Override
   public void write( char[] cbuf, int off, int len ) throws IOException {
     write( String.valueOf( cbuf ), off, len );
   }
 
   @Override
   public void write( String s, int off, int len ) throws IOException {
     out.write( s.toLowerCase(), off, len );
   }
 }

Und die Nutzung sieht dann so aus:

StringWriter sw = new StringWriter();
PrintWriter  pw = new PrintWriter( new LowerCaseWriter( sw ) );
pw.println( "Eine Zeile für klein und groß" );
System.out.println( sw.toString() );